europäisch

Erasmus+: Das BIB blickt über den Tellerrand

Gucken Sie beim Essen nur auf den eigenen Teller? Oder interessiert Sie auch, was drumherum passiert? Im wörtlichen Sinne wissen wir in Deutschland bereits recht viel über die (Ess-)Gewohnheiten verschiedener Menschen, wenn die Pommesbude neben dem Döner-Stand und der Pizzeria liegt.

Im übertragenen Sinne aber ist es generell spannend, wie andere Menschen in anderen Ländern leben, denken und arbeiten. In der Arbeitswelt wird es zunehmend üblich, dass diese Kenntnis als Vor-Ort-Erfahrung Teil der Ausbildung ist, denn Arbeitsplätze bei uns sind immer häufiger mit Arbeitsplätzen in der Ferne strukturell verklammert.
In dieser Entwicklung möchten wir am BiB up to date sein (solche englischen Einsprengsel in die deutsche Sprache zeigen bereits das gegenwärtige Zusammenwachsen mit der Welt).

So beteiligen wir uns konkret am transnationalen Programm Erasmus+, dem „EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport“. Ziel ist u.a. die Kontaktnahme mit Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen in anderen Ländern. Da haben wir ihn, den Blick über den eigenen Tellerrand – am BiB zum Beispiel mit einem besonderen Projekt der Fachschule des Sozialwesens mit der Fachrichtung Sozialpädagogik:

Thematisch konzentriert sich das Projektvorhaben auf die europäische Vernetzung von Schule und Praxis. Vor diesem Hintergrund ist das Ziel des Projekts "Erfahrungsaustausch durch Praktika in europäischen Einrichtungen der Erziehung und Bildung in der frühen Kindheit", lernend und lehrend eine interkulturelle Öffnung der Fachschule zu leben.

Die Lernenden sollen durch Auslandspraktika ihre fachlichen, fremdsprachlichen und interkulturellen Kompetenzen erweitern, auf das Leben und Lernen in Europa vorbereitet werden und Impulse für die kommunale sozialpädagogische Arbeit erfahren.
 

Die Lernenden sollen

  • einen Einblick in ausgewählte vorschulische Bildungseinrichtungen für Kinder im Alter von 0–6 Jahre eines anderen europäischen Landes (im Rahmen unseres Projekts: Dänemark) bekommen;
  • sich vor Ort mit deren institutionellen Gegebenheiten, den pädagogischen Konzepten, sowie deren Umsetzung kritisch auseinandersetzen;
  • die gewonnen Erkenntnisse vergleichen mit bisherigen Erfahrungen in deutschen Einrichtungen und Impulse für ihre zukünftige Ausbildung und Arbeit bekommen;
  • Fremdsprachenkenntnisse (Englisch) erproben und erweitern;
  • durch ein Erleben des Alltags (Wohnen, Arbeiten, Freizeit) in einem anderen Land das Land wirklichkeitsnäher erleben, als es durch einen Urlaubsaufenthalt möglich wäre;
  • persönliche und „professionelle“ Kontakte knüpfen, die über die zeitliche Dauer des Aufenthalts hinausreichen;
  • für sich selbst die Möglichkeit einer Bewerbung im europäischen Ausland erkennen und eine erste Vorbereitung erfahren für den europäischen Arbeitsmarkt.
     

Die das Projekt begleitenden LehrerInnen wurden für ihre Aufgabe durch das parallele EU-Programm Eurocom Smart vorbereitet. Für die Lernenden und das Bildungspersonal gleichermaßen gilt das Ziel der „Mobilität“ – nämlich von räumlicher Beweglichkeit, die Hand in Hand geht mit einer Beweglichkeit im Kopf, der sogenannten „Lernmobilität“.