BiB international

Erasmus+ - Station aus unserem Erasmus-Programm Slowakei – Eine lange Bahnfahrt

Im Schuljahr 19/20 sind drei Schülerinnen und Schüler aus der Berufsfachschule Sozialassistenten mit zwei Lehrkräften auf große Fahrt gegangen: Das Ziel war Zvolen in der Slowakei. Es war schon mutig, eine 16-stündige Bahnfahrt zu planen! Aber rückblickend war es eine großartige Idee: Es wurde in der fünfköpfigen Reisegruppe viel gelacht - und wann haben Schüler und Lehrkräfte so viel Zeit für persönliche Gespräche?

Am Tag nach der Ankunft ging es zum Ludovit Stur Gymnasium, der Gastschule – natürlich mit einem herzlichen Empfang bei der Schulleitung!

Danach startete das Programm in deutscher Sprache: Die Schüler und Schülerinnen aus Deutschland und aus der Slowakei stellten landestypische Spezialitäten vor – und sie durften natürlich auch probieren: Schwarzbrot fanden die slowakischen Schülerinnen und Schüler durchaus abenteuerlich! – Das Eis brach sehr schnell.

Unterricht gab es natürlich auch: Zum Wortschatzthema „Körperteile“ wurde intensiv und mit Spaß gearbeitet.

Nach dem Mittagessen in der schuleigenen Mensa fand die Stadtralley gemeinsam mit den slowakischen Schülerinnen und Schülern statt – Die Schüler*innen waren schon gespannt auf das Kennenlernen.

Auch der nächsten Tag war durch Unterricht gefüllt. Die Schülerinnen und Schüler aus Zvolen präsentierten Beispiele des slowakischen Weltkulturerbes. Dazu gehört die Höhle „Domica“. Am Nachmittag ging es in diese beeindruckende riesige Höhle.

Auf dem Rückweg fand ein Besuch im Nationalmuseum im Schloss „Betliar“ statt – an Kultur mangelte es nicht!

Am vorletzten Tag war das Weltkulturerbe „Banska Stiavnica“ Unterrichtsthema und gab es auch eine Besichtigung vor Ort: Dort ging es auf den Spuren des Kohleabbaus in die Stollenanlage „Bartolomej“, wo vor fast 400 Jahren Kohle in extrem engen Tunneln abgebaut wurde.

Das Highlight kam fast am Ende der Fahrt: Die „Bank der Liebe“ war ein einzigartiges Projekt, das das längste Liebesgedicht der Welt „Marina“ von Andre Sladkovic vorstellte.

Selbst am letzten Tag waren etwas zum Leidwesen der Schülerinnen und Schüler Lernaktivitäten im Programm. Zur Belohnung stand am Nachmittag die Exkursion zur Holzkirche „Hronsek“ und auch die Besichtigung des Musikmuseums in Banska Bystrica auf dem Plan.

Fazit: Natürlich waren es die neu gewonnen Freundschaften, die neben Kultur und Unterricht in besonderer Erinnerung bleiben werden.

Erasmus+: BiB besucht die Stadt Kaposvár in Ungarn

Das Berufskolleg im Bildungspark freut sich wieder auf zwei intensive Erasmus+Jahre: Das Projekt „Mein Deutsch ist gut - ich spreche mit Mut“ ist gesichert!Projektpartner sind Schulen aus Kroatien, Rumänien, Slowakei, Ungarn und Deutschland. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der Partnerschulen haben Deutsch als Zweitsprache als Unterrichtsfach, deshalb wird das Gesamtprojekt in deutscher Sprache durchgeführt. Im Vordergrund stehen der interkulturelle Austausch, die unterrichtliche Arbeit im Fach Deutsch sowie die Förderung des europäischen Zusammenhalts und der europäischen Idee.

Zum Auftakt des Projekts wurde das Munkácsy -Mihály-Gymnasium in Kaposvár, Ungarn besucht. Schülerinnen aus der Berufsfachschule, der Fachoberschule und dem Beruflichen Gymnasium des Berufskollegs im Bildungspark machten sich – begleitet von Frau Ahlers und Herrn Bolz – auf den Weg nach Ungarn.

Neben dem Deutschunterricht an der Schule spielte natürlich auch das Thema Kultur eine große Rolle: Ungarn hat eine Menge zu bieten –

Weltkulturerbestätten wie z. B. das frühchristliche Mausoleum in Pécs, der europäischen Kulturhauptstadt von 2010. Bestaunt wurde die gigantische Kathedrale und die Moschee des Paschas Gasi Kassim mit ihrer Kuppel aus dem 16.Jahrhundert.
Am vorletzten Tag erkundeten die Schüler und Schülerinnen das frühere dörfliche Leben in einem Freilichtmuseum. Zum krönenden Abschluss war dann die Landeshauptstadt Budapest an der Donau: Zum Programm gehörte die Matthiaskirche und auch die Türme der Fischerbastei in Buda, das Parlament sowie die berühmte Kettenbrücke auf der anderen Donauseite in Pest.

Fazit: Ein tolles Land mit netten Menschen - ein Wiederkommen wäre wunderbar!

Erasmus+: BiB goes international (Erzieher in London)

Ein Jahr ins Ausland gehen? Eine spannende Frage für jeden jungen Menschen. Bereits drei Schüler*innen des BiB haben diese Frage bejaht und beendeten ihre Ausbildung in London.

Das dreijährige Beruflichen Gymnasium für Gesundheit und Soziales mit Erzieherausbildung (D3) schließt mit dem Erlangen der Allgemeinen Hochschulreife, dem Abitur, ab. Wer zudem die Berufsausbildung zum/zur Erzieher/in abschließen möchte, geht im Anschluss in ein Anerkennungsjahr, auch Jahrespraktikum genannt und ist nach erfolgreichem Abschluss staatlich anerkannt*r Erzieher*in. Warum also nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und dieses im Ausland absolvieren?

Das Programm Erasmus+ ist der Schlüssel. Es unterstützt zielorientierte Projekte. Das Ziel für Schülerinnen und Schüler: Absolvieren des Anerkennungsjahres, für Lehrinnen und Lehrer: pädagogischer Austausch auf internationaler Ebene. Eine Bereicherung also für die Beteiligten auf allen Ebenen. Aber was haben die Schüler*innen des BiB den eigentlich so erlebt? Wie groß waren die Herausforderungen?

Mittelpunkt für alle war der German Kindergarten, eine bilingual ausgerichtete Kindertagesstätte mit vier verschiedenen Standorten in London. Dort kennen deutsche und englische Erzieher*innen die typischen „Anfängerprobleme“ von der Sprachbarriere bis hin zu kulturellen Unterschieden und dem Umgang mit Nähe zum Kind. Zwar ist die Hauptsprache dort Deutsch, jedoch nur in den Gruppen, also während der pädagogischen Arbeit mit den Kindern. Das bedeutet, dass der kollegiale Austausch, die Elternarbeit und alle Aufgaben im Zusammenhang mit den Dokumentationen ausnahmslos auf Englisch erfolgen so wie auch die Elterngespräche.

Die Schüler des BiB, Nico und Christoph, brachten den englischen Kindern etwas deutsches Kulturgut mit, wenn sie Laternen für den Martinsumzug mit bastelten haben oder Kostüme für den Karneval.

Ramona lernte, ein Kind zu trösten, ohne es auf ihren Schoß zu setzen, denn das Verhalten der Erzieher*innen gegenüber den Kindern ist dort distanzierter. Die Bildungspläne in der frühkindlichen Erziehung in Deutschland und England unterscheiden sich ebenfalls.

Ebenso hält der Datenschutz Besonderheiten für die Mitarbeiter*innen bereit, denn „Handys müssen draußen bleiben.“ Natürlich erfolgen auch Lehrer*innen-Besuche im Praktikum. Zu denen trifft man sich dann zum Beispiel auch mal auf ein Tasse Tee in Jamie Olivers Diner am Picadilly Circus – very British!

Alle Teilnehmer berichten von überwältigenden Eindrücken der Stadt und der Menschen sowie von den gesammelten Erfahrungen. Das Anerkennungsjahr im Ausland zu machen, war bis zum letzten Tag etwas ganz Besonderes. „Und wie lief es mit der Sprache Nico?“, „Gut! Ich kann jetzt auch auf Englisch spontan drauflosquatschen.“

Nachdem die Lehrerinnen des Berufskollegs im Bildungspark Frau El Baghdadi und Frau Sommer mit großem Einsatz die Auslandsaufenthalte der Schüler*innen von 2017 bis 2019 ermöglicht, organisiert und betreut haben, ist nun Herr Wollbrück der zuständige Lehrer am BiB, der Sie bei Ihrem „Abenteuer Ausland“ unterstützen wird.

Eine ganz besondere Chance! Wir am BiB möchten Sie einladen und ermutigen, wenn es zu Ihnen passt, auch internationale Lernorte zu besuchen.