BiB international

Erasmus+: BiB goes international

Ein Jahr ins Ausland gehen? Eine spannende Frage für jeden jungen Menschen. Bereits drei Schüler*innen des BiB haben diese Frage bejaht und beendeten ihre Ausbildung in London.

Das dreijährige Beruflichen Gymnasium für Gesundheit und Soziales mit Erzieherausbildung (D3) schließt mit dem Erlangen der Allgemeinen Hochschulreife, dem Abitur, ab. Wer zudem die Berufsausbildung zum/zur Erzieher/in abschließen möchte, geht im Anschluss in ein Anerkennungsjahr, auch Jahrespraktikum genannt und ist nach erfolgreichem Abschluss staatlich anerkannt*r Erzieher*in. Warum also nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und dieses im Ausland absolvieren?

Das Programm Erasmus+ ist der Schlüssel. Es unterstützt zielorientierte Projekte. Das Ziel für Schülerinnen und Schüler: Absolvieren des Anerkennungsjahres, für Lehrinnen und Lehrer: pädagogischer Austausch auf internationaler Ebene. Eine Bereicherung also für die Beteiligten auf allen Ebenen. Aber was haben die Schüler*innen des BiB den eigentlich so erlebt? Wie groß waren die Herausforderungen?

Mittelpunkt für alle war der German Kindergarten, eine bilingual ausgerichtete Kindertagesstätte mit vier verschiedenen Standorten in London. Dort kennen deutsche und englische Erzieher*innen die typischen „Anfängerprobleme“ von der Sprachbarriere bis hin zu kulturellen Unterschieden und dem Umgang mit Nähe zum Kind. Zwar ist die Hauptsprache dort Deutsch, jedoch nur in den Gruppen, also während der pädagogischen Arbeit mit den Kindern. Das bedeutet, dass der kollegiale Austausch, die Elternarbeit und alle Aufgaben im Zusammenhang mit den Dokumentationen ausnahmslos auf Englisch erfolgen so wie auch die Elterngespräche.

Die Schüler des BiB, Nico und Christoph, brachten den englischen Kindern etwas deutsches Kulturgut mit, wenn sie Laternen für den Martinsumzug mit bastelten haben oder Kostüme für den Karneval. Ramona lernte, ein Kind zu trösten, ohne es auf ihren Schoß zu setzen, denn das Verhalten der Erzieher*innen gegenüber den Kindern ist dort distanzierter. Die Bildungspläne in der frühkindlichen Erziehung in Deutschland und England unterscheiden sich ebenfalls. Ebenso hält der Datenschutz Besonderheiten für die Mitarbeiter*innen bereit, denn „Handys müssen draußen bleiben.“ Natürlich erfolgen auch Lehrer*innen-Besuche im Praktikum. Zu denen trifft man sich dann zum Beispiel auch mal auf ein Tasse Tee in Jamie Olivers Diner am Picadilly Circus – very British!

Alle Teilnehmer berichten von überwältigenden Eindrücken der Stadt und der Menschen sowie von den gesammelten Erfahrungen. Das Anerkennungsjahr im Ausland zu machen, war bis zum letzten Tag etwas ganz Besonderes. „Und wie lief es mit der Sprache Nico?“, „Gut! Ich kann jetzt auch auf Englisch spontan drauflosquatschen.“

Nachdem die Lehrerinnen des Berufskollegs im Bildungspark Frau El Baghdadi und Frau Sommer mit großem Einsatz die Auslandsaufenthalte der Schüler*innen von 2017 bis 2019 ermöglicht, organisiert und betreut haben, ist nun Herr Wollbrück der zuständige Lehrer am BiB, der Sie bei Ihrem „Abenteuer Ausland“ unterstützen wird.

Eine ganz besondere Chance! Wir am BiB möchten Sie einladen und ermutigen, wenn es zu Ihnen passt, auch internationale Lernorte zu besuchen.